Spitzenlastspeicher (SLS)

Spitzenlastspeicher (SLS)

Die Energiewende zuverlässig und kostengünstig gestalten

Pumpspeicherkraftwerke erzielen unter großtechnischen Verfahren mit bis zu 85 % die höchsten Wirkungsgrade und sind damit ein wichtiger Baustein für eine bezahlbare Energiewende in Deutschland. Mit dem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien werden gleichzeitig die Lastspitzen im Energienetz zunehmen. Hiervon sind bereits heute viele norddeutsche Regionen, aufgrund des Ausbaus der Windenergie, betroffen.
Das technische Grundkonzept des Spitzenlastspeichers (SLS) / Untertagepumpspeicher ermöglicht es, Windstromspitzen schnell und ohne Belastung der Fernleitungsnetze aufzunehmen und in Form von Regelenergie wieder abzugeben. Ein einzelner Speicher ist in der Lage, kurzfristig die 5 % netzbelastenden Windstromspitzen von 100 Windenergieanlagen aufzunehmen.

Weitere Informationen zum Spitzenlastspeicher (SLS)

Funktionsweise

Der SLS besteht aus zwei übereinander liegenden Kavernen in einem Salzstock, die durch zwei vertikale Bohrlöcher miteinander verbunden sind. In Zeiten hohen Windaufkommens wird mit Salz gesättigtes Wasser (Sole), aus einer tiefer gelegenen Kaverne in die darüber liegende Kaverne gepumpt. In windschwachen Zeiten wird mit Hilfe einer Turbine, durch das Ausströmen der Sole von der höheren in die tiefer gelegene Kaverne, die gespeicherte Energie zurückgewonnen und in das Stromnetz eingespeist. Damit bietet der SLS die Funktionalität eines Pumpspeichers in Regionen ohne Berge.

Funktionsweise Spitzenlastspeicher (SLS)

Veröffentlichungen

Untertagepumpspeicher in Windregionen unterstützt die Energiewende, erschienen in: innoWATTion - das Magazin der Landesinitiative Energiespeicher und -systeme Niedersachsen (Ausgabe 01/14), S.12-13.

Spitzenlastspeicher, erschienen in: Busch, Wolfgang; Kaiser, Friederike (Hrsg.): Unkonventionelle Pumpspeicher - Schlüsseltechnologie der zukünftigen Energielandschaft? Tagungsband zum Forum "Unkonventionelle Pumpspeicher", in: Schriftenreihe des Energie-Forschungszentrums Niedersachsen (Bd. 16), S.69-71.